Samstag, 22. September 2007

Besuch des Dorfes St. Jacobs

Heute waren wir mal das Städtchen St. Jacobs anschauen. Soll hier eine Touristenattraktion sein, da hier auf dem Land noch die Mennoniten wohnen. Wissen alle was Mennoniten sind? Ich versuch es kurz zu beschreiben. Das ist eine Glaubensgemeinschaft, die ihren Glaube, ihre konservative Lebenseinstellung und ihre Sprache bis heute bewahrt haben. Konservative Lebenseinstellung... keine Angst hab ich abgeschrieben! Aber naja die haben halt keine Autos. Die fahren immer noch mit Kutsche und Pferden rum, auch ihr Land bewirtschaften sie nicht mit einem riesigen "John Deere" Traktor, sondern in mühseeliger Handarbeit. Ihre Sprache nennt man "Plautdietsch", dass ist ein Mix aus Holländisch, Niederdeutsch und Ostpreusisch. Und fast allesamt sind Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion.

So hier erst mal ein Bilder von dem Dorf..






Der Hammer, in einem so kleinen Dorf stehen die am Samstag mittag und machen Geschwindigkeitskontrolle. Aber ich hab ihn erwischt, so nicht mein Guter!

Kaum zu erkennen, hier fährt eine Eisenbahn (gelb) durchs gesamte Haus.

So jetzt muss ich mal wieder was erzählen. Also hier seht ihr jetzt einen Bus, wie ihr ihn vielleicht aus den Filmen als Schulbus kennt. Keine Angst das nächste Bild ist einer. Und die fahren hier immer noch rum. Es handelt sich auch um niegelnagel neue Busse, die werden noch heute so gebaut! Allerdings ist jetzt der obere Bus weiß, warum? Da fällt mir grad so ein, ich musst zum ersten mal meinen deutschen Führerschein abgeben! Aber keine Angst ich muss ihn umtauschen gegen einen Ontario Führerschein. Da ich ein Auto kaufen will brauch ich einen Ontario Führerschein, da die Versicherungen keinen internationalen Führerschein akzeptieren. Nur ärger die letzte Woche gehabt, aber jetzt ist bald alles geregelt. Und jetzt der Hinweis, gerade auf diese gelben Schulbusse und Krankenwagen muss man hier ganz besonders achten! Okay, aber jetzt warum ist der obere Bus weiß? Also das ist ein Bus für Rentner! Also ich finds lustig, die kleinen Schüler bekommen einen gelben Bus, wo sie in die Schule gebracht werden und die ältere Generation macht mit solchen weißen Bussen ihre Ausflüge.

Nach dem eher kurzen Besuch im Dorf ging es dann zum Farmers Markt von St. Jacobs. Dieser ist jeden Samstag und Mittwoch. Und da ist jede Menge los, da man hier sehr gut Essen kann.



Auf diesem Markt bekommt man sogar noch richtige gute Computer, wenn es sowas in Deutschland gäbe kann MediaMarkt dicht machen.

Hier das neuste Modell, ein Compaq Laptop und das alles nur für schlappe 25$, da muss man doch eigentlich gleich zuschlagen...



Das nenn ich mal eine Bratwurstschnecke, da ist man danach wenigstens satt. Ich weiß auch nicht aber die Amerikaner sind alle Größenwahnsinnig. Die Autos sind hier größer, die Straßen haben viel mehr Spuren und selbst die Bratwurstschnecken. Aber das mit dem Essen einkaufen ist hier auch so eine Sache. Also allein hat man extreme Nachteile, da doch alles sehr teuer ist. Allerdings geben die auch Rabatte, aber dann wieder nur auf supersize Packungen. Z.B. ein vierer Pack Joghurt kostet rund 5$ aber dann gibt es meinetwegen ein 20er Pack und dieser kostet dann nur12$. Total unfair, allein kann man doch keine 20 Joghurts weghauen. Okay Joghurt geht noch aber das ist mit allen Lebensmitteln hier. So nach dem Motto bei 100 Tafeln Schokolade gibt es 50 gratis dazu, wer kauft so viel?


Hier jetzt die Mennoniten mit ihrem Wagen.


Und jetzt der Vergleich mit einem Mennoniten Wohnanhänger (oben) und einem standard amerikanischem Wohnanhänger (unten)...

Ich sags ja, Größenwahnsinnig. Da braucht man natürlich auch das passende Auto dazu, einen nicht zu kleinen Pick-Up!

Die Sieten lassen sich zum einen Ausfahren und zum anderen das Schlafzimmer nach hinten.

Also ja, habe wieder mal einiges gesehen und musst oft zweimal hinschauen um es glauben zu können.

In diesem Sinne bis bald mal...